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HBO Max – «Crystal Lake»

Und wieder ist Freitag, der 13.

Die globale Fangemeinde der Horror-Reihe kann aufatmen: Nach 17 Jahren Pause kehrt Kult-Schlitzer Jason Voorhees und vor allem seine Mutter Pamela zurück: in der achtteiligen Prequel-Serie «Crystal Lake».

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Pamela (Linda Cardellini) gerät nach dem nassen Tod ihres Sohnes Jason in einen mörderischen Strudel.
Pamela (Linda Cardellini) gerät nach dem nassen Tod ihres Sohnes Jason in einen mörderischen Strudel.HBO Max

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Im Horrorkino der 80er-Jahre gibt es drei grosse Killer-Ikonen: Michael Myers aus «Halloween» (ab 1978), Freddy Krueger aus «Nightmare: Mörderische Träume» (ab 1984) und Jason Voorhees aus «Freitag der 13.» (ab 1980). Letzterer befand sich lange im Dornröschenschlaf, weil 2015 zwischen den Machern des Originals ein Rechtsstreit entbrannte: Der am 31. August verstorbene Autor Victor Miller verklagte Regisseur Sean S. Cunningham, da dieser ihm nach 35 Jahren die Rückgabe der Rechte am Drehbuch verweigerte.
Das juristische Tamtam fand erst 2021 ein Ende – und die Gerichte verteilten die Rechte auf beide Parteien. Daher mussten sich diese auch erstmal wieder einig werden, bevor das erste offizielle «Freitag, der 13.»-Projekt seit 2009 umgesetzt werden konnte: die achtteilige Serie «Crystal Lake», welche die Vorgeschichte von Jasons Mutter Pamela erzählt, die sich, wie alle wissen, am Ende des ersten Teils als Killerin entpuppte.
Im Sommer 1971 kommt es im Camp Crystal Lake, in dem Pamela (Linda Cardellini) als Köchin arbeitet, zur Tragödie: Ihr elfjähriger Sohn Jason (Callum Vinson) ertrinkt im See. Neun Monate später tauchen zwei finstere Gesellen auf, die Pamela liquidieren wollen. Sie tötet die beiden in Notwehr. Das bringt die eh schon labile Frau, die überzeugt ist, das Jason noch lebt, weiter aus dem Lot.
Puristen dürften gleich zu Beginn die Änderung der Zeitachse bemängeln: Im Original ertrank Jason 1957, und 1958 wurden zwei Aufsichtspersonen ermordet. Die Serie setzt die Story also 14 Jahre später an, nur acht Jahre vor den Ereignissen im Original. Doch das stört nicht, nahmen es schon die neun Fortsetzungen (1981–2001), das Remake (2009) und das Spin-off «Freddy vs. Jason» (2003) chronologisch nicht so genau. Und es spielt auch gar keine Rolle, entfaltet «Crystal Lake» die Vorgeschichte ziemlich präzise und spannend, auch wenn man sich daran gewöhnen muss, dass es in den ersten fünf Folgen kaum mehr als je einen Mord gibt. Dafür entschädigt dann aber Episode 6 schon früh mit einem Blutrausch.

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Bis dahin ist «Crystal Lake» ein absolut würdiger Neuanfang des «Freitag, der 13.»-Kanons. Doch dann werden in Folge 7 die Geheimnisse der beiden Schurken zu Beginn und weiterer ominöser Verschwörungs-Hinweise ergründet, womit «Crystal Lake» wie so viele Serien und Filme heutzutage der Erklärwut verfällt, die kaum mehr Spielraum für Eigeninterpretation lässt. Und das schadet dem Gesamteindruck dann doch empfindlich. Immerhin: Das Ende der letzten Folge öffnet die Tür weit für weitere Staffeln, in denen Pamela und Jason fröhlich (zusammen) weitermorden können.

Crystal Lake ★★★☆☆

HBO Max | Horrorserie | 1. Staffel
Mit Linda Cardellini, Callum Vinson
USA 2026, ab 15. Oktober 2026

Der Trailer

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