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ARD – «Friesenjunkies»

Ohne Stoff gibt’s Zoff

Die Impro-Comedyserie «friesenjunkies» liefert hochprozentigen Humor aus der Suchtklinik.

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Auf Entzug: Madison Portman (Sylvie Meis), Falko (Shadi Eck) und Holly (Lera Abova; v. l.).
Auf Entzug: Madison Portman (Sylvie Meis), Falko (Shadi Eck) und Holly (Lera Abova; v. l.).ARD Degeto Film/Bild Kommunikation und Presse

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Wer ein Suchtproblem hat – egal, ob Alkohol, Cannabis, Sex, Pillen, Gamen oder was auch immer –, sollte einen grossen Bogen um die Nobelklinik Isebek auf Sylt machen. Denn die Belegschaft, die in diesem abgewrackten Sanatorium ar­beitet, ist alles andere als vertrauenswürdig.
Wer allerdings Bock auf einen spassig-derben Abstecher an die windige Nordseeküste hat, sollte schleunigst einchecken!
Die Klinik Isebek ist der Mittelpunkt der 8-teiligen Impro-Comedy «Friesenjunkies» aus der Feder der 27-jährigen Zwillings­brüder Oskar und Emil Belton. Die Kreativköpfe schufen sonderbare, aber gleichwohl liebenswerte Figuren, die sie als Patienten, Ärztinnen und Pfleger in der Entzugsklinik aufeinander loslassen. Natürlich spielen die beiden – wie schon in früheren Projekten – auch wieder mit. Sie verkörpern die Mil­lionärssöhne Josef und Otto, die von ihrem Papa zum Entzug genötigt werden.
Die Serie besteht aus einer Mischung geskripteter und improvisierter Szenen. Das birgt ein grosses komisches Potenzial – ja, manchmal scheint es, als ob die Schauspieler/-innen selbst darüber staunten, was sie da so alles von sich geben.
Für den Cast konnten zahlreiche Hochkaräter gewonnen werden: Peter Kurth mimt den Hochstapler-Doktor Mangerius (mit erschwindeltem Doktortitel!), Martin Brambach erweicht als einsamer, dauerplappernder Langzeitpatient Buggi die Herzen, und David Schütter spielt genüsslich den mobbenden Suchttherapeuten Stratlater.
Neben diesen grossen Namen kommen auch Neulinge zum Zug. Etwa Sylvie Meis (48), die man bislang als Model, Fussballergattin, Showjurorin oder Moderatorin kannte. Sie zeigt in der Rolle der Millionärin Madison Portman nicht nur vollen Körpereinsatz (wir sagen nur: oh là là!), sondern überzeugt auch mit feinem Sinn für Selbstironie.

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Überhaupt ist «Friesenjunkies» ein grosser Spass. Hier wurde mit viel Liebe zum Detail eine kauzige Parallelwelt erschaffen, die vor allem mit Wortwitz einen immer wieder zum Schmunzeln bringt. Nur schon der Slogan der Klinik ist kurios: «Isebek – weil Ihre Seele fünf Sterne verdient».
Ein Plus ist, dass die Story ab der sechsten Folge von der Comedy immer mehr zum Krimi mutiert. Da kann man kaum mehr wegzappen. Macht halt schon irgendwie abhängig, diese Serie über Süchtige.
Die ARD zeigt «Friesenjunkies» am Freitag, 13. November (23.50 Uhr), und am Samstag, 14. November (23.40 Uhr), jeweils vier Folgen am Stück.

Friesenjunkies

ARD | Impro-Comedyserie
Mit Martin Brambach, Peter Kurth, David Schütter, Sylvie Meis
D 2026
Freitag, 13. November, 23.50 Uhr, ARD: Folgen 1–4
Samstag. 14. November, 23.40 Uhr, ARD: Folgen 5–8

Der Trailer

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