Paramount+ – «Dutton Ranch»

Western, Wildnis, Whiskey

Das kultige Paar aus «Yellowstone» erhält seinen eigenen Ableger und erzählt uns davon.

TELE

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Mit Beth (Kelly Reilly) gehen auch im wörtlichen Sinn mal die Pferde durch. Paramount+

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Dutton Ranch» heisst dieser Ableger, der kurz nach dem Finale der Mutterserie einsetzt. Beth Dutton (Kelly Reilly; 48) und Rip Wheeler (Cole Hauser; 51) haben ihre Ranch in Montana verlassen, um sich in Texas ein neues Leben aufzubauen. Dort prallt das Paar schon bald auf die skrupellosen Betreiber einer anderen Ranch.
Beth und Rip waren das unbestrittene Kraftzentrum in «Yellowstone». Ihre Beziehung ist kein klassisches TV-Märchen, sondern ein hochexplosiver Mix aus unerschütterlicher Loyalität und einer Liebe, die so rau und ungestüm ist wie die Wildnis von Montana selbst.
Während Beth mit verbaler Schärfe und auch mal aufbrausend Störefrieden begegnet, ist Rip der ruhende Pol, der das Gefüge mit eiserner Hand zusammenhält.

Tele.ch: Was reizt Sie nach über acht Jahren noch, dieses ungleiche Paar zu spielen?

Cole Hauser: Unsere Figuren bleiben ja nicht stehen, sondern entwickeln sich ständig weiter. In «Dutton Ranch» ziehen sie von Montana nach Süd-Texas, wo sie sich komplett neu orientieren müssen und gleich mal von rivalisierenden Ranchern angefeindet werden.

Sie beide sind als Co-Produzenten aufgeführt. Heisst das, dass Sie Einfluss auf das Geschehen hinter den Kulissen nehmen konnten?

Kelly Reilly: Ja. Wir sind nicht einfach am Set aufgetaucht, um unsere Texte aufzusagen, sondern haben uns liebevoll um unsere Figuren gekümmert – und zwar im besten Sinne der Fan-Gemeinde.

Hat die Arbeit an der Serie Ihr Interesse am rauen Leben auf einer Ranch geweckt oder Sie eher abgeschreckt?

Hauser: Was sicher hilft, ist, dass wir Tierliebhaber sind. Wir arbeiten gerne mit Pferden, ich habe zu Hause fünf Hunde, Kelly hat einen 14-jährigen Hund, der sozusagen ihr Kind ist. Dass wir die Natur und ihre Tiere unser Büro nennen dürfen, betrachten wir als Privileg.
Reilly: Ja, wir lieben Tiere und verbringen gerne Zeit im Freien. Und doch wäre das Leben auf einer Rinderfarm nichts für mich. Die Arbeit ist mir zu hart.

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Beth ist auch sehr hart und direkt, manchmal sogar gewalttätig. Zu Beginn von «Dutton Ranch» wirkt sie allerdings eher sanft­mütig. Ändert sich das noch?

Reilly: Der Tod ihres Vaters (Kevin Costner als John Dutton; Anmerkung der Redaktion) in der Mutterserie hat ein Loch in ihr Herz gerissen. Ohne ihn und die Ranch, die sie eisern verteidigte, muss sie erst mal herausfinden, wo sie steht im Leben. Ich fand es reizvoll, Beth diese neue, sanfte und nachdenkliche Seite zu verpassen. Doch sobald sie oder ihre Familie bedroht werden, wird die alte Beth wieder zur Stelle sein. Das verspreche ich (lacht).

Gab es je eine Szene mit Beth Dutton, die Kelly Reilly zu weit ging?

Reilly: Ja, die gab es in «Yellowstone». Als Beth und Rip den Waisenjungen Carter bei sich aufnahmen und dieser Beth mal mit Mama ansprach. Ich musste ihm laut Drehbuch gefühlskalt und schroff antworten, dass ich nicht seine Mama bin und es nie sein werde. Als ich in die blauen Augen von Carters Darsteller Finn Little schaute, die sich mit Tränen füllten, hat es mich innerlich zerrissen.

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Alle «Yellowstone»-Ableger waren sehr erfolgreich, weitere sind in Arbeit. Warum sind die Geschichten rund ums harte Leben der Cowboys so beliebt?

Hauser: Verschreien Sie es nicht! Noch konnte sich das Publikum kein Bild von «Dutton Ranch» machen. Was ich sagen kann: Kelly und ich haben acht Monate lang unsere Zeit, unser Herz und unsere Leidenschaft in diese Serie gesteckt. Unterstützt wurden wir dabei von hochkarätigen Neuzugängen wie Annette Bening und Ed Harris. Mit dem Resultat sind wir sehr zufrieden und hoffen, dass die Zuschauer das genauso sehen.

Schon in der ersten Szene von «Dutton Ranch» sieht man Beth und Rip Whiskey trinken. Dem Alkohol waren sie schon in der Mutterserie nicht abgeneigt …

(Beide lachen.) Oh, nein, waren sie nicht!
Reilly: Erinnern Sie sich an die «Yellowstone»-Folge «Whiskey, eine Wiese und du»? Das sind Beths Worte an Rip, mit denen sie ihm sagt, dass diese drei Dinge sie glücklich machen. Der Whiskey ist das Blut, das durch ihre Venen fliesst.

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Ihre raue, ungestüme Liebe ist das Fundament im Chaos der Dutton-Familie: Beth (Kelly Reilly) und Rip (Cole Hauser). Paramount+
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Ihre raue, ungestüme Liebe ist das Fundament im Chaos der Dutton-Familie: Beth (Kelly Reilly) und Rip (Cole Hauser). Paramount+

Dutton Ranch ★★★★☆

Paramount+ | Neo-Westernserie | 1. Staffel
Mit Kelly Reilly, Cole Hauser, Annette Bening, Ed Harris
USA 2026, ab 15. Mai 2026

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Der Trailer

Über die Autoren

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