Man nehme ein Gerücht, vermische es mit einer grossen Portion Wahrem aus dem öffentlichen Leben von Woody Harrelson (65) und seinem besten Freund Matthew McConaughey (56) und mache es zu dem Stoff, der für Hollywood so typisch ist.
Heraus kommt die Serie «Brothers», bei der man als Zuschauer anfangs nicht weiss, ob man gerade bei einer Reality- oder einer Comedyserie eingeschaltet hat. «Mit Absicht», wie Harrelson auf Nachfrage mit seinem berühmten zahnlückigen Lausbubengrinsen enthüllt, «wir spielen uns selber, aber als fiktive Versionen.»
Die Serie folge, so Harrelson, «lose Matthews und meinem Leben». Sie beginnt damit, dass er mit seiner Ehefrau und den Töchtern wegen «familiärer Probleme» im Familienbus von Malibu nach Texas reist, um dort seinen besten Freund McConaughey zu besuchen.
Wer in Klatschmagazinen schon Fotos von den echten Familien der beiden Stars gesehen hat, wird glauben, dass diese in «Brothers» ebenfalls dabei sind. In Wirklichkeit wird McConaugheys Ehefrau von Natalie Martinez gespielt, während Brittany Ishibashi jene von Harrelson verkörpert; auch die Kinder der Promipaare werden «gedoubelt».
In der Serie spielen McConaughey und Harrelson selbstironisch mit ihrem öffentlichen Image. Woody zeigt sich als Spass liebender Draufgänger und missionarischer Aktivist in Sachen Umwelt- und Tierschutz, der einen Joint und das Surfbrett tiefergehenden «Problem»-Gesprächen mit Töchtern und Ehefrau vorzieht.
Auf der anderen Seite kommt Matthew als ernsthafter, um seinen Ruf besorgter Zeitgenosse rüber, der den texanischen «Gun, God & Country»-Lebensstil pflegt und von Paparazzi verfolgt wird. Als er sich von seinem verstorbenen Vater namens «Big Mac» inspirieren lässt, das Gouverneursamt von Texas anzutreten, verpflichtet er ausgerechnet «den verdammten Anarchisten Woody» als seinen Wahlmanager.
Der rote Faden, der sich durch «Brothers» zieht, ist ein Familiengeheimnis, das McConaugheys taffe Mutter «Ma Mac» (Holland Taylor, «Two and a Half Men») vor Woody rausrutscht: «Ich habe deinen Vater einst gut gekannt.» Als sie seine Nachfragen abblockt, versucht Harrelson auf eigene Faust herauszufinden, ob sein bester Freund womöglich sein Halbbruder sein könnte.
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Das Verrückte daran: Im wahren Leben hat Harrelson vor ein paar Jahren öffentlich gemacht, dass McConaugheys Mutter Kay ihm nach 25 Jahren verraten habe, dass sie seinen Vater kannte: Charles Harrelson war ein verurteilter Auftragskiller, der zur Zeit von Matthews Zeugung Freigang hatte.
In der ersten Folge wird eine Montage von echten Kinder- und Jugendfotos der Stars gezeigt (siehe Bild unten), auf denen sie sich verblüffend ähnlich sehen. In einem Interview mit Jimmy Fallon sagte McConaughey: «Ich glaube zwar nicht, dass wir Brüder sind, aber vielleicht sollten wir doch mal einen DNA-Test machen!» Kein Wunder also, warum jede Folge mit dem Satz «Basierend auf einem wahren Gerücht» beginnt.
Auch wenn sich die Blutsverwandtschaft am Ende als Wunschtraum entpuppt, würde das Harrelson nicht aus der Bahn werfen: «Matthew ist wirklich wie mein Bruder und überhaupt der witzigste Typ, den ich kenne. «Das sei auch der Grund, dass die Serie «richtig gut geworden ist».
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Bei der Geburt getrennt? Jugendfotos zeigen die verblüffende Ähnlichkeit der Hollywoodstars.Apple TV+
Bei der Geburt getrennt? Jugendfotos zeigen die verblüffende Ähnlichkeit der Hollywoodstars.Apple TV+
Brothers
Apple TV | Comedyserie | 1. Staffel
Mit Matthew McConaughey, Woody Harrelson, Holland Taylor
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