Disney+ – «Malcolm mittendrin»

Im Schoss der struben Familie

«Malcolm mittendrin» kehrt nach 20 Jahren zurück – mit (fast) originalem Cast. Doch der Titelheld hat ein riesiges Problem!

TELE

Malcom mittendrin
Die Reunion 2026: Alle Familien­mitglieder haben nach wie vor einen Schuss ab – ausser Malcolm (vorne) natürlich! Disney

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Brüllen, kratzen, kreischen, hauen, beissen … Der zwischenmenschliche Umgang der vier Brüder in dieser dysfunktionalen Familie ist alles andere als liebevoll. 151 Episoden lang empört sich Hauptfigur Malcolm (Frankie Muniz) denn auch direkt in die Kamera. Er beklagt sich beim Publikum über seine fürchterlich fiesen Brüder Francis (Christopher Masterson), Reese (Justin Berfield) und den viel jüngeren Dewey (Erik Per Sullivan).
Nicht minder schlimm für den smarten Malcolm sind auch seine Eltern: Die cholerische Mutter Lois (Jane Kaczmarek) ist ihm viel zu streng, der naive Vater Hal (Bryan Cranston) zu wenig verlässlich. Malcolm betrachtet sich selbst als einzig normalen Menschen in der Familie.
Leider ergeht es ihm auch ausserhalb der vier Wände nicht besser: In der Schule gilt er als Streber, denn er ist mit einem IQ von 165 hochbegabt. Also versucht er mit allen Mitteln, cool, lässig oder gerne auch mal voll gefährlich zu wirken. Mit mässigem Erfolg.
Fans der Serie konnten sich oft nicht entscheiden, welche der Figuren nun am kultigsten ist: der strunzdumme Reese mit seiner ausgeprägten Zerstörungswut? Oder die aufbrausende Natur­gewalt Lois, vor der sogar der eigene Boss kuscht? Vielleicht doch der Schussel Hal, den man für schlichtweg alles begeistern kann? Oder Dewey, der bei genauem Hinschauen noch viel mehr draufhat als Malcolm!
Von der Comedyserie «Malcolm mittendrin» produzierte der US-Sender Fox sieben Staffeln (2000–2006), die bis heute fleissig auf Disney+ gestreamt werden. Jetzt, zwei Jahrzehnte später, kommt es zu einem – wenn auch nur kurzen – Comeback.
Der Streamingdienst Hulu, dessen Inhalte man bei uns via Disney+ schauen kann, hat vier Revival-Episoden produziert. Darin erfahren die Fans, wie es Malcolm und seiner schrägen Sippe ergangen ist. Malcolm ist endlich richtig happy: Er ist Vater einer Teenagertochter und hat neuerdings wieder eine Freundin. Sein Leben konnte sich aber nur so phantastisch entwickeln, weil er den Kontakt zu seiner Familie komplett abgebrochen und somit das Chaos ausgesperrt hat. Bis jetzt.

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Mama Lois und Papa Hal haben nämlich herausgefunden, dass sich Malcolm über zehn Jahre absichtlich vor ihnen versteckt hat. Diese Erkenntnis löst bei Lois riesengrosse Wut aus, während es Hal in eine Art depressive Schockstarre versetzt. Nun soll Malcolm so was wie eine Wieder­gut­machung leisten und bei der Feier zum vierzigsten Hochzeitstag seiner Eltern auftauchen. Und: Malcolm muss seiner Tochter beichten, dass er ihr seine grosse Familie bisher vorenthalten hat.
Für die vier Revival-Folgen konnten sämtliche Schauspieler der Originalserie verpflichtet werden – mit Ausnahme von Erik Per Sullivan. Der Dewey-Darsteller hat der Schauspielerei bereits 2010 den Rücken gekehrt und studiert derzeit in Harvard. An seiner Stelle schlüpft neu Caleb Ellsworth-Clark in die Rolle des zweitjüngsten Sohnes. Der jüngste Spross namens Jamie, der erst in der siebten Staffel vorkam, taucht im Reboot nicht auf.

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Gross war die Freude bei den Fans, dass auch Hal-Darsteller Bryan Cranston (70) beim Revival dabei ist. Seine Karriere hob ja nach «Malcolm mittendrin» ab wie ein Meth-Trip: Als Walter White stieg er mit der Kultserie «Breaking Bad» (2008–2013) endgültig in den Serienolymp auf.

Malcolm mittendrin

Disney+ | Comedyserie
Mit Frankie Muniz, Bryan Cranston, Jane Kaczmarek
USA 2026, ab 10. April 2026

Der Trailer

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