Nicht ganz zwei Jahrzehnte nach Ende der Originalserie feiern die ehemaligen Assistenzärzte John «JD» Dorian (Zach Braff), Turk (Donald Faison) und Elliot (Sarah Chalke) eine Reunion. Obwohl sie natürlich alle älter geworden sind, haben sie nichts von ihrer Selbstironie und dem träfen Witz eingebüsst, die der Serie nach der Jahrtausendwende bei den Fans zu Kultstatus verhalfen.
Für Braff, dessen Serienheld auch wieder als Erzähler aus dem Off fungiert, war das die Grundvoraussetzung: «Ich wollte den Humor und die Albernheit, besonders zwischen mir und Turk, genauso weiterführen.» Operation gelungen!
Die 10. Staffel setzt 15 Jahre nach dem Ende der letzten ein. Turk ist inzwischen Chef der Chirurgie, während sich sein noch immer bester Freund JD als Hausarzt in L.A. zu Tode langweilt. Bis er bei einem Abstecher in sein altes Spital das Angebot bekommt, ausgerechnet seinen Mentor Dr. Cox (John C. McGinley) als Oberarzt zu beerben. Zur Freude von Turk und zum Entsetzen von Elliot, von der JD unharmonisch geschieden ist, nimmt er es an.
Das schon früher leicht heruntergekommene «Sacred Heart»-Krankenhaus sieht unverändert aus, obwohl das ausrangierte echte Gebäude in Los Angeles, in dem die ersten neun Staffeln gedreht wurden, inzwischen abgerissen wurde.
Sarah Chalke verrät, dass ihr der Nachbau auf dem Set in Vancouver die Sprache verschlug: «Es ist genauso wie damals. Als ich reinkam, war ich sofort wieder Elliot.» Donald Faison fand es surreal, «weil niemand von uns geglaubt hat, dass wir je zurückkehren.» Kaum trug er wieder seinen «Scrub» (Arztkittel), «war es wie beim Velofahren – du verlernst es nicht».
Der inhaltliche Kern der Show ist unverändert geblieben. «Es geht noch immer um Menschen mit kleinen Fehlern, die ihr Leben mit Hilfe ihrer Freunde so gut es geht meistern», erklärt Braff. «Aber am Ende werden sie durch das Bedürfnis, das Leben anderer zu retten oder zu verbessern, zusammengeschweisst.»
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Ein paar Neuerungen gibt es dennoch. Das ehemalige Assistenzarzt-Trio muss nun selber junge Ärzte anleiten, nur dass die Regeln sich im Jahr 2026 stark verändert haben. In Faisons Worten: «Du darfst die Gen Z nicht mehr anbrüllen oder ihr sarkastische Bemerkungen an den Kopf werfen.» Wer sich bzw. den Verhaltenskodex vergisst, wird abgemahnt – von der neuen Personalchefin Sibby Wilson (Vanessa Bayer), die bei jedem Verstoss wie aus dem Nichts auftaucht.
Wer in Folge 1 genau hinschaut, entdeckt ein Schild mit der Aufschrift «Robert Kelso Wing». Das bedeutet nicht etwa, dass der von Ken Jenkins verkörperte Ex-Chefarzt des Spitals nicht mehr lebt. Serienschöpfer Bill Lawrence will den 85-Jährigen so zu einem Gastauftritt überreden. «Ich hoffe, Ken kann noch einmal ein bisschen mit uns spielen, spätestens in der nächsten Staffel», so Lawrence.
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Es sind viele altbekannte Gesichter aus dem Original dabei. Dazu gehört auch JDs Erzfeind, der fiese namenlose Hausmeister (Neil Flynn); zudem Pflegefachkraft-Chefin Carla Espinosa (Judy Reyes), die inzwischen mit Turk verheiratet ist, der übergriffige Pfleger «The Todd» (Robert Maschino) sowie Dr. Cox’ Ex-Frau Jordan (Christa Miller). Auch der 2020 verstorbene Sam Lloyd, der den Anwalt Ted Buckland spielte, wird gewürdigt: Die neue Bar, in der sich alle treffen, trägt den Namen «Lloyd’s Tavern».
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