Paramount+ – «The Agency»

Fassbender gegen Gere

Richard Gere jagt in «The Agency» als CIA-Chef eiskalt Maulwürfe und russische Söldner. Mit tele.ch hat er über Staffel 2 gesprochen.

Christian Thiele

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Greift zur Waffe, um seine grosse Liebe zu retten: CIA-Agent Martian (Michael Fassbender). Paramount+

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«Diesmal bin ich härter mit meinen Leuten. Ich habe keine andere Wahl!» Richard Gere kehrt als Leiter der CIA-Aussenstelle in London zurück. Auch zu Beginn der zweiten «The Agency»-Staffel bleibt für den Zuschauer seine Figur James Bradley alias «Bosko» ein Rätsel, da über dessen Vergangenheit kaum etwas bekannt ist. Etwas, das die Zuschauer der Hollywood-Legende Gere zu verdanken haben: «Ich nahm die Rolle erst an, als sie die gesamte Vorgeschichte meiner Figur aus dem Drehbuch gestrichen haben.» So bekam der 76-Jährige den Freiraum, der nötig war, um seiner Rolle «die richtige Tiefe zu geben, die sie braucht».
Klar ist: Bosko ist kein typischer Technokrat, sondern hat sich als Undercover-Agent von der Strasse auf seinen Posten hochgekämpft. «Das ist auch der Grund, warum ich so fest zu Martian stehe, weil ich mich mit ihm identifizieren kann», enthüllt der US-Amerikaner.
Martian ist eine zentrale Figur der Serie, ein von Michael Fass­bender gespielter CIA-Agent. Dieser wird von seinem ehemaligen Einsatzpartner Jim Richardson (Hugh Bonneville) gezwungen, zum Doppelagenten zu werden und für den britischen Geheimdienst MI6 gegen die USA zu spionieren. Denn Richardson hat das Leben von Martians grosser Liebe Sami (Jodie Turner-Smith) in der Hand, die vom sudanesischen Geheimdienst gefangengehalten wird.
Bosko schickt unterdessen seine Agenten nach Afrika. Dort sollen sie den neuen Anführer der rus­sischen Söldnertruppe «Valhalla» eliminieren, der den V-Mann der CIA brutal ermordet hatte. Gleichzeitig beginnt ein Wettrennen zwischen dem Verräter Richardson, der CIA und dem MI6 um Einflussmöglichkeiten im Iran.
In London verdächtigt Bosko einen seiner eigenen Mitarbeiter, geheime Informationen weiterzugeben. Er beauftragt Deputy Chief Henry Ogletree (Jeffrey Wright), den Schuldigen unter allen Umständen ausfindig zu machen. Gere: «Ich sage zu ihm, dass er jeden Einzelnen genau überprüfen soll, selbst mich!» Besonders gefährlich ist diese Nachricht für Martian, der als Doppelagent zwischen patriotischem Pflichtgefühl und seiner Liebe zu Sami hin- und hergerissen ist.

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Vor genau fünfzig Jahren spielte Richard Gere zum ersten Mal in einer TV-Serie mit: in einer Nebenrolle als Kleinkrimineller in «Kojak – Einsatz in Manhattan» (mit Telly Savalas und Michael Douglas). Was sich zu damals am meisten verändert hat? «Dass fast alles nur noch virtuell erzeugt wird.» Selbst der tolle Ausblick aus seinem CIA-Büro über London komme aus dem Computer, da sie in einem fensterlosen Keller gedreht hätten.
Dennoch schätzt Gere sich glücklich, noch immer in seinem Beruf arbeiten zu dürfen. Der um Jahre jünger wirkende Hollywood-Beau («Pretty Woman», 1990) hält sich für seine Rollen fit, indem er darauf achtet, «was ich esse und – ernsthaft – was ich denke». Dazu sei er genetisch gesegnet: «Mein Vater ist über 100 Jahre alt geworden.»
Ob es eine dritte «The Agency»-Staffel gibt, steht bislang noch nicht fest. Richard Gere hätte auf jeden Fall den Wunsch, dass die Serie «mutiger wird» und sich stärker mit der Politik in Washington auseinandersetzt. Konkret: «Wie die CIA mit einer unkontrollierbaren Regierung und einem eigenmächtigen Präsidenten umgeht.» Doch er zweifelt sehr daran, dass sich die Serienmacher an das heikle Thema heranwagen.

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Gipfeltreffen der CIA-Grössen: Bosko (Richard Gere, l.) im inten­siven Austausch mit dem CIA-Direktor (Dominic West).Paramount+
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Gipfeltreffen der CIA-Grössen: Bosko (Richard Gere, l.) im inten­siven Austausch mit dem CIA-Direktor (Dominic West).Paramount+

The Agency ★★★★☆

Paramount+ | Spionageserie | 2. Staffel
Mit Michael Fassbender, Richard Gere, Jeffrey Wright
USA 2026, ab 21. Juni 2026

Der Trailer

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