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Chicago Fire – Jetzt wird’s richtig brenzlig

Die TV-Hitserie «Chicago Fire» kann man nun in ganzer Länge streamen. 9 Staffeln.

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CF


Ein echter Hingucker: Die Feuerwehrleute aus Chicago.

ZVG

Mit «Law & Order» schuf er eine der erfolgreichsten Serien aller Zeiten, und mit «Chicago Fire» folgte Starproduzent Dick Wolf seinem Patentrezept: Er machte mit Chicago die Stadt zum Star. Für die Serie kreierte er zwei konkurrierende Fraktionen in einer Feuerwache, die am Ende des Tages doch ein Bier zusammen trinken gehen.

Anders gesagt: Das Verhältnis der beiden Serienhelden im Firehouse-51-Department ist angespannt. Jesse Spencer (bekannt als Dr. Chase aus «Dr. House») spielt Captain Matthew Casey, Chef vom Drehleiter-Truck 81. Nach einer geplatzten Verlobung sucht er Ablenkung in seiner Arbeit.

Taylor Kinney, ein Frauenheld und mit dem Job verheiratet, leitet als Lieutenant Kelly Severide die Rüstgruppe 3. Beide Feuerwehrleute machen sich gegenseitig für den Tod eines Kollegen verantwortlich.

Als Schlichter fungiert ihr Bataillons-Chief Wallace Boden (Eamonn Walker), ein taffer Haudegen und gleichzeitig der gute Geist der Feuerwache. Ein für «Sex and the City»-Fans bekanntes Gesicht ist David Eigenberg (Lieutenant Christopher Herrmann), der nebenher eine Bar betreibt.

Taylor Kinney verriet «Streaming», dass er bereits als Junge davon träumte, Feuerwehrmann zu werden. «Als man mir die Serie anbot, war es der absolute Traumjob.»

Mit Co-Star Spencer musste er einen zweiwöchigen Schnellkurs in einer Feuerwehrwache machen. Dort lernten sie die Vorzüge des Jobs kennen: «Als wir in voller Montur draussen vor dem Löschzug standen, kamen ein paar Girls vorbei. Sie hielten uns für echte Feuerwehrleute und wollten Selfies machen.»

Für Spencer sind Feuerwehrleute die tapferen Ritter der Neuzeit. Der gebürtige Australier: «Sie kommen, um dich zu retten, und riskieren dabei ihre eigene Haut. Das macht sie zu Helden!»

Hinter dem Erfolg der Serie steckt ein wichtiges Element, das Taylor hautnah miterlebte. «Die tiefe Kameradschaft in der Truppe war beeindruckend. Dieses Wir-halten-wie-eine-Familie-zusammen-Gefühl haben wir von Anfang auch in der Serie rüberzubringen versucht.»

Die Show wurde zudem nicht vor Filmstudio-Fassaden in Hollywood gedreht, sondern auf den richtigen Strassen von Chicago. Für Spencer war das eine Umstellung: «Es ist anstrengender, an echten Schauplätzen zu drehen. Man kann zwischen den Szenen nicht mal rasch in der Garderobe verschwinden!»

Taylor zog (nach dem Aus mit seiner Verlobten Lady Gaga) sogar in die «Windy City», weil er auf das ewige Pendeln keine Lust mehr hatte. So konnte er «das Flair der Stadt noch besser verstehen».  

Spannend macht die Serie die gekonnte Vermischung von Privat- und Berufsleben der Figuren. Weniger überzeugend ist die Besetzung der weiblichen Rollen. Während die Männer von Firehouse 51 in allen möglichen Ausführungen daherkommen, sind die Frauen fast durchs Band schön wie Models – ein Markenzeichen von Wolf-Serien.

Apropos: Wie schon bei «Law & Order» erschuf Dick Wolf wegen des Zuschauererfolgs die Spin-off-Serien «Chicago P. D.», «Chicago Med» und «Chicago Justice», deren Figuren immer wieder in Crossover-Folgen auftauchen.

Chicago Fire ★★★★☆

Sky Show | Dramaserie | Staffeln 1–9 (von Staffel 9 gibt es vorerst 4 Folgen)

Produzent: Dick Wolf

Bingewürdig spannend, aber nicht immer realistisch.

USA seit 2012, seit 2. Juli

Von Christian Thiele am 2. Juli 2021 - 14:54 Uhr