Fast vier Jahre mussten die Fans auf diesen Film warten. Nach der sechsten und letzten Staffel der Dramaserie «Peaky Blinders» im Juni 2022 versprachen die Macher, einen Abschlussfilm nachzuliefern. Die Absicht von Autor Steven Knight war, den Erzählbogen überzeugend weiterzuspannen.
Die Handlung setzt 1919 ein, als Tommy Shelby (Cillian Murphy) traumatisiert aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrt und mit seinen Brüdern die Gang Peaky Blinders anführt. Die Shelbys terrorisieren die englische Stadt Birmingham, indem sie Schutzgeld erpressen, Pferderennen manipulieren und im Schmuggelgeschäft mitmischen. Prügeleien mit den Peaky Blinders enden meistens blutig, manchmal auch tödlich.
Nach sechs Staffeln endete die Serie thematisch in den 1930er-Jahren, an der Schwelle zum Zweiten Weltkrieg. Ein von Trauer gezeichneter Tommy Shelby muss familiäre Verluste verarbeiten und kämpft – als Nachkomme einer Familie von Fahrenden – gegen den grassierenden Rassismus. Das Ende der Serie bleibt offen – Tommy reitet einsam ins Ungewisse davon.
Natürlich hätte man da das Abenteuer der «Peaky Blinders» für beendet erklären können. In einem Interview sagt Cillian Murphy denn auch, es habe für ihn einen wirklich guten Grund gebraucht, die «Peaky Blinders» zurückzubringen. Nicht nur das Drehbuch von Steven Knight schien Murphy von der Legitimation des Films zu überzeugen, sondern auch sein Gewissen: «Ich fühlte eine echte Verpflichtung gegenüber den Fans, die, wie ich finde, diese Serie zu dem gemacht haben, was sie ist.»
Der Film «Peaky Blinders: The Immortal Man» setzt im Jahr 1940 ein – rund sechs Jahre nach der letzten Staffel. Der Zweite Weltkrieg tobt, Birmingham leidet unter den schweren Bombenangriffen der Deutschen, doch gleichzeitig gewinnen Nazi-Sympathisanten im Untergrund immer mehr an Einfluss. Da kehrt Tommy Shelby aus seinem selbstgewählten Exil zurück und wird schon bald in geheime Kriegsmissionen verwickelt, die auf wahren Begebenheiten beruhen.
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Während Tommys Abwesenheit hat sich ein anderer Shelby an die Spitze der Peaky Blinders gesetzt: Tommys Sohn Duke (Barry Keoghan) führt die Schiebermützengangster mit harter Hand und absoluter Skrupellosigkeit.
Mehr zur Handlung gibt’s hier nicht, schliesslich bittet Cillian Murphy zu Beginn des Films das Publikum höchstpersönlich aus dem Off, Spoiler gefälligst zu vermeiden – und zwar «By Order of the Peaky Blinders». Zu Befehl!
Wer sich nun fragt, ob im Film alles so wird, wie man es aus der Serie kennt, dem sei gesagt: Jein. Der ikonische Titelsong «Red Right Hand» von Nick Cave wurde eigens für den Film neu eingespielt. Neben Cillian Murphy gibt es auch ein Wiedersehen mit Stephen Graham als Hayden Stagg und Sophie Rundle als Ada Thorne. Es tauchen aber auch viele frische Gesichter auf: Neben dem erwähnten Barry Keoghan spielen neu unter anderem Tim Roth und Rebecca Ferguson mit.
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Bevor nun die «Peaky Blinders»-Fans nach diesem finalen Film Trübsal blasen, wird bereits das nächste Trostpflaster ausgepackt. Steven Knight hat letzten Herbst angekündigt, mindestens zwei Staffeln eines Spinoffs nachzulegen: «Die Serie wird in Birmingham spielen und die Geschichte einer Stadt erzählen, die sich aus den Trümmern des Krieges erhebt.» Eine neue Generation der Shelbys habe das Steuerruder übernommen – «und es wird eine höllische Fahrt werden!».
Peaky Blinders: The Immortal Man ★★★★☆
Netflix | Drama
Mit Cillian Murphy, Barry Keoghan, Tim Roth, Rebecca Ferguson
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