Steven Spielbergs Rückkehr zu den Giganten

33 Jahre nach «Jurassic Park» blickt Steven Spielberg erneut zurück in die Urzeit. Doch diesmal lässt er die Fiktion hinter sich und liefert eine vierteilige Dokumentation mit dem schlichten Titel «Die Dinosaurier» ab.

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Der unangefochtene und gefürchtete Star jeder Saurier-Produktion: T-Rex. Courtesy of Netflix

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Steven Spielberg (79) nimmt uns mit ins Mesozoikum. Und wenn er das tut, gleicht das einer Art Rück­besinnung. Denn vergessen wir nicht: Als er 1993 «Jurassic Park» schuf, war der T-Rex kein verstaubtes Skelett mehr, sondern atmender Terror. Das vibrierende Wasserglas im Jeep wurde zur Metapher für das Scheitern mensch­licher Kontrolle über die Natur, für das Chaos unter der scheinbar perfekten Oberfläche.
Nun sucht Spielberg den Wesenskern unserer Faszination. Der Doku-Vier­teiler «Die Dinosaurier» nutzt seine realistische CGI nicht bloss für den Schockeffekt, sondern für biomecha­nische Präzision. Es entfaltet sich ein Panorama, das 165 Millionen Jahre Erdgeschichte in fotorealistische Poesie übersetzt.
Die Dokuserie erzählt die Geschichte der Dinosaurier von ihrer Entstehung bis zum Aussterben. Woher sind sie gekommen? Wie haben sie sich entwickelt? Und hat ihnen wirklich ein gigantischer Meteoriteneinschlag vor 66 Mio. Jahren den Garaus gemacht?
Spielberg hat den Mythos einst erschaffen, nun belebt er ihn mit Morgan Freemans samtig-sonorer Stimme im Off. Wir staunen erneut, weil uns diese Giganten vorführen, dass die Erdgeschichte viel grösser ist als unser kurzer Moment im Rampenlicht.

Die Dinosaurier

Netflix | Doku-Vierteiler
Von Steven Spielberg und mit Morgan Freeman als Erzähler
USA/GB 2026, ab 6. März 2026

Der Trailer

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