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Disney+ – «Lion – Die Löwen-Saga»

Vom Kätzchen zum König der Savanne

Gezeichnet, computeranimiert und nun endlich real. Die Tierdoku ist lose inspiriert vom Disney-Hit «Der König der Löwen».

Marco Spiess

Kio, der jüngste Spross im Löwenrudel, das von seiner Mutter an­geführt wird.
Kio, der jüngste Spross im Löwenrudel, das von seiner Mutter an­geführt wird.National Geographic/Rolf Steinmann

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Gleich vorweg: Dies ist kein weiteres Remake von «Der König der Löwen», sondern eine reine Tierdoku. «Lion – Die Löwen-Saga» holt jedoch mehrere kreative Köpfe aus dem Umfeld des Disney-Hits an Bord, um so das Gefühl zu erzeugen, wir würden in die berühmte Welt von «Der König der Löwen» eintauchen – einfach in echt.
So sorgt zum Beispiel Hans Zimmer für die musikalische Untermalung. Der gefeierte Komponist gewann in seiner Karriere bisher zwei Oscars, den ersten im Jahr 1995 für die gezeichnete Ur-Version von «Der König der Löwen». Auch beim computeranimierten Remake steuerte er 2019 den Soundtrack bei und kehrt nun musikalisch zum dritten Mal in die afrikanische Savanne zurück.
Apropos computeranimiertes Remake: Dieses entstand unter der Regie von Jon Favreau, und der ist bei «Lion – Die Löwen-Saga» als Produzent an Bord, zusammen mit dem BBC-Dokfilmer Mike Gunton.
Ziel dieses Teams? Das Aufwachsen eines Löwenjungen namens Simba – pardon, natürlich Kio – zu porträtieren. Die kleine Raubkatze hat vier Jahre Zeit, um zum mächtigen Jäger und zum König der Serengeti heranzuwachsen. Auf dem Weg dahin lauern Gefahren wie Büffel, aber auch tierische Freundschaften. Und natürlich laufen allerlei bekannte Viecher durchs Bild, von Erdmännchen bis Warzenschwein.
Hier sind es immerhin echte Tiere, und so wirkt das Ganze trotz Handlungsdramaturgie realistischer als das computeranimierte Remake von 2019.
Wir erinnern uns: Disney hat jenen Film damals als «Realfilm-Remake» verkauft, obwohl er zu 100 % aus dem Computer stammte. Landschaften und Tiere waren extrem realistisch animiert, aber ihnen fehlte die Lebendigkeit, die den Zeichentrickfilm von 1994 so zeitlos gemacht hatte.

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In «Lion – Die Löwen-Saga» gibt es eine andere Lebendigkeit: dank Tieren aus Fleisch und Blut.Gedreht hat das Team von BBC und National Geo­graphic in der Masai Mara, dem Naturschutzgebiet im Süden Kenias an der Grenze zu Tansania.
Über den Zeitraum von vier Jahren verbrachte das Team Zeit vor Ort mit demselben Löwenrudel, um das Aufwachsen von Kio zu dokumentieren.
Hans Zimmer hat für seinen Soundtrack Sänger, Instrumente und sogar Naturgeräusche aus dem Gebiet der Masai Mara eingebaut, und natürlich dürfen auch musikalische Verweise auf Zimmers «König der Löwen»-Melodien nicht fehlen.
Die gute Nachricht für Ungeduldige: Disney+ schaltet alle vier Folgen zeitgleich am 20. August auf. National Geographic zieht ein paar Tage später nach und zeigt die Serie ab 24. August auf seinem linearen Fernsehkanal.

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Lion – Die Löwen-Saga

Disney+ | Dokuserie
Ausführende Produzenten: Jon Favreau, Mike Gunton
GB 2026, ab 20. August 2026

Der Trailer

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