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Sky Show – «Beach Sisters»

«Wir können stolz sein !»

«Beach Sisters»: Neue Sky-Dokuserie über die Berner Volley­ballerinnen Anouk und Zoé Vergé-Dépré.

Marcel Wyss

Stehen im Fokus der neuen Dokuserie: Zoé (l.) und Anouk Vergé-Dépré.
Stehen im Fokus der neuen Dokuserie: Zoé (l.) und Anouk Vergé-Dépré.Nicolas Moor/moormedia.ch 

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Jahrelang standen sie sich als Konkurrentinnen gegenüber, getrennt durch ein Netz auf 2,24 Metern Höhe. Doch seit 2025 spielen die Schwestern Anouk (34) und Zoé Vergé-Dépré (28) im gleichen Team. Ihr grosses Ziel: die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.
Die sechsteilige Dokuserie von Sky Schweiz und SRF gibt einen sehr persönlichen Einblick in das Leben der schweizerisch-karibischen Beachvolleyballerinnen. In die erste gemeinsame Saison zweier Frauen, die auf einem 8 x 8 Meter grossen Sandfeld zusammenfinden müssen, ohne sich als Schwestern zu verlieren.

Tele.ch: Sie haben soeben die zweite gemeinsame Saison beendet. Wie ist es gelaufen?

Anouk Vergé-Dépré: Das erste Jahr war wirklich sehr positiv mit coolen Resultaten. Wir sind besser gestartet, als wir erwartet hatten.
Zoé Vergé-Dépré: Wir hatten am Anfang überhaupt keine Ahnung, wo wir stehen. Zudem haben wir auch einiges umgestellt – in der Aufstellung und in der Spielweise.

Ausserdem haben Sie auch praktisch das ganze Betreuungsumfeld ausgetauscht.

Anouk: Ja, wir haben neue Trainer und einen neuen Mentalcoach ausgewählt – nur unsere Physios haben wir behalten (schmunzelt).
Zoé: Es fühlte sich richtig an, einen Neustart zu wagen, Neues zu lernen und nun gemeinsam Geschichte zu schreiben, nachdem wir so lange gegeneinander gekämpft hatten.
Anouk: Auch in der zweiten Saison haben wir uns auf höchster Stufe konstant in die Top Ten gespielt. Was gefehlt hat, ist eine Medaille bei der WM oder EM. Wir haben schon noch Lust auf mehr (lacht).

Die Dokuserie beginnt mit der Aussage «Es Läbe lang gägenenand.» Ziemlich hart!

Zoé: Schauen Sie, als in den letzten beiden Saisons vor Olympia 2024 klar geworden war, dass entweder mein Team oder jenes von Anouk nach Paris kann, hat sich alles zugespitzt. Da haben wir uns eigentlich gar nichts mehr gegönnt. Obwohl wir Schwestern sind und auch nicht so aufwuchsen, dass die eine wollte, dass die andere nicht gut ist.

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Anouk: Die Aussage bezieht sich auch darauf, dass wir zuvor schon jahrelang immer wieder gegeneinander gespielt haben.

Am Ende qualifizierte sich Zoé mit Esmée Böbner für Paris. Hat der Kampf etwas mit Ihnen beiden gemacht?

Anouk: Nein! Joana Mäder und ich wollten nach Bronze in Tokio 2021 unbedingt nochmals etwas holen. Esmée und Zoé wollten erstmals an Olympia. Wir haben alle für den jeweiligen Traum gekämpft. Da war sehr viel Emotionalität im Spiel. Wir haben es nicht auf der per­sönlichen Ebene genommen, aber es war schon hart für uns, das zu trennen. Auch weil wir immer wieder darauf angesprochen wurden.
Zoé: Ja, auch für unsere Familie war es sehr herausfordernd, uns zwei in jener Zeit bei diesem Konkurrenzkampf zu unterstützen.

Anouk, was haben Sie während den Olympischen Spielen in Paris gemacht?

Anouk: Ich bin trotzdem hin! Es hat mich viel Überwindung gekostet. Aber da Zoé mich in Tokio unterstützt hatte, wollte ich das ebenfalls für sie tun. So habe ich mich dazu durchgerungen. Aber im Stadion war es schon nicht einfach (lacht).

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Zoé: Das glaube ich, das habe ich dir sehr hoch angerechnet!
Anouk: Es war eine spezielle Zeit. Als Zoé während der Qualiphase ihren ersten Sieg auf der Tour feierte, habe ich mich als Schwester mega gefreut, gleichzeitig war es aber im Hinblick auf Paris für mich das Schlimmste. Das waren immer so ambi­valente Gefühle. Ich bin stolz auf uns, dass wir das so gut hingekriegt haben!
Zoé: Absolut!

Und wie funktioniert das Zusammensein mit der Schwester im selben Team?

Zoé: Als Schwestern hatten wir von Anfang an eine natürliche Nähe, die es erlaubt, direkter zu sein. Das hat sein Gutes, da man die Sachen eher ausspricht ...
Anouk: … birgt aber auch die Gefahr, dass man zu direkt ist.
Zoé: Vor dem hatten wir am Anfang schon etwas Respekt. Wir wollten nicht, dass unsere Beziehung kaputtgeht. In den anderthalb Jahren mussten wir zuerst lernen, dass es auch okay ist, wenn mal ein Konflikt auftritt. Dass das nicht bedeutet, dass wir uns weniger gern­haben und in Zukunft nicht mehr am Leben der anderen teilhaben.

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Die Doppelrolle Schwester und Partnerin auf dem Feld haben Sie also im Griff?

Anouk: Da wir das auch schon von vorher als Gegnerinnen kannten, ist uns das eher einfach gefallen: zu sagen, dies ist nun Business und das ist der private Teil. Wir haben darum auf dem Telefon auch zwei verschiedene Chats und versuchen es so gut wie möglich zu trennen.

Beach Sisters ★★★★☆

Sky Show | Dokuserie
Mit Anouk und Zoé Vergé-Dépré
CH 2026, ab 1. September 2026

Der Trailer

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