Kino – «Missing»

Wo ist meine Mutter?

In der Fortsetzung von «Searching» sucht eine 18-Jährige online nach ihrer verschwundenen Mutter.

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«Missing»
June (r.) mit Freundin Veena (Megan Suri) auf Spurensuche. Photo Credit: Temma Hankin

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2018 avancierte «Searching» zum Überraschungs-Hit. Der Thriller, in dem ein Vater seine verschwundene 16-jährige Tochter anhand ihrer digitalen Spuren sucht, läuft komplett aus den Kameraperspektiven elektronischer Geräte ab.
Mit «Missing» kommt nun die Fortsetzung, die zu Beginn kurz auf den Vorgänger verweist, dann aber eine eigenständige Story erzählt: Die 18-jährige June (Storm Reid) hat Stress mit ihrer überfürsorglichen Mutter Grace (Nia Long). Daher ist sie ganz froh, dass Mama mit ihrem neuen Freund Kevin (Ken Leung) Ferien in Kolumbien macht.
Als June aber die zwei danach am Flughafen abholen will, tauchen sie nicht auf. June erfährt, dass ihr Gepäck noch im Ferienhotel ist. Also versucht sie den Verbleib der beiden online zu ermitteln.
Obwohl die Fortsetzung die Handlung von «Searching» einfach umkehrt, fesselt sie durchgehend. Zudem berücksichtigt die Story die technischen Entwicklungen der letzten Jahre, June nutzt neben Handykamera und Livecams auch neuste Gadgets.
An Wendungen mangelt es genauso wenig, und auch wenn wie im Vorgänger nicht alles vollkommen glaubwürdig ist, hält «Missing» die Spannung bis zur abgründigen Auflösung mühelos aufrecht.
Thriller
Mit Storm Reid, Nia Long, Ken Leung
USA 2023, ab 23. Februar 2023 im Kino

Der Trailer

Über die Autoren
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Patrick Schneller
Patrick Schneller, Filmredaktor bei TELE, hat sich seit seinem Einstieg in den Journalismus im Jahr 1992 einen Namen im Bereich der Spielfilmkritik gemacht. Seine Expertise erstreckt sich über das gesamte Spektrum der Filmindustrie, von obskuren Filmen aus vergangenen Zeiten über TV-Produktionen bis hin zu großen Kinoveröffentlichungen von heute. Unter seinen jüngsten Arbeiten ragen Artikel wie 'Halloween – Die Nacht der vielen Schrecken', 'Ich weiß, was du letztes Halloween getan hast' und 'Blutiges Erntedankfest' hervor. Seine retrospektive Betrachtung von Monty Python in 'Monty Python – und nun zu etwas völlig anderem' zeugt von seiner tiefen Verwurzelung in der Filmgeschichte. Bevor Patrick Schneller zu TELE kam, war er für die 'Solothurner AZ', 'Music Scene' und 'Toaster' tätig. Er gehört der Autorenvereinigung Pro Litteris an.

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