Abo
Kino – «Pressure»

Und nun zum Kriegswetter

«Pressure»: Wie Meteorologen 1944 zur erfolgreichen Invasion der Normandie beitrugen.

TELE Logo

Stagg (l.) sieht einen Sturm aufziehen, was Eisenhower (r.) und Summersby nicht gefällt.
Stagg (l.) sieht einen Sturm aufziehen, was Eisenhower (r.) und Summersby nicht gefällt.Ascot Elite

Werbung

Nein, Wetterkunde beschert kaum kribbelnde Spannung. Anders sah das wohl Dwight D. Eisenhower, US-General im Zweiten Weltkrieg und später der 34. Präsident. Als ihn sein Nachfolger John F. Kennedy 1961 fragte, warum die alliierte Invasion der Normandie erfolgreich verlief, antwortete er: «Weil wir die besseren Meteorologen hatten als die Deutschen.» Die Story hinter dem Zitat schildert nun der Australier Anthony Maras («Hotel Mumbai»).
Am 2. Juni 1944 wird der schottische Meteorologe James Stagg (Andrew Scott) ins alliierte Hauptquartier Southwick House in Hampshire abkommandiert. Dort bereitet Eisenhower (Brendan Fraser) die Invasion der Normandie vor. Stagg soll mit dem US-Meteorologen Krick (Chris Messina) das Wetter für den 5. Juni vorhersagen, dem geplanten D-Day-Datum. Nur haben die beiden verschiedene Vorstellungen von seriöser Prognose.
Maras inszeniert diesen Wetter-Wettstreit während 72 Stunden als fesselndes Kammerspiel, das ganz von seinen Akteuren lebt. Auch wenn ein verstockterer Brite als Stagg kaum vorstellbar ist, hat er die Sympathien auf seiner Seite. Und mitten im ganzen Alphamännchen-Getue behält mit Eisenhowers persönlicher Beraterin Kay Summersby (Kerry Condon) eine Frau stoisch den Überblick.
Ob die Wetterfrösche den Krieg wirklich entschieden, sei dahin-gestellt. Da der D-Day letztlich erst am 6. Juni stattfand, hatten sie aber zweifellos einen grossen Einfluss. Und wer hätte gedacht, dass Wetterkunde derart mitreissend sein kann.

Pressure

Drama
Mit Andrew Scott, Brendan Fraser, Kerry Condon, Chris Messina
GB/F/USA 2026, ab 17. September 2026 im Kino

Der Trailer

Über die Autoren

Werbung