Kino – «The Mandalorian and Grogu»

Star Wars läuft wieder

«The Mandalorian and Grogu» bringt den Krieg der Sterne zurück ins Kino – als Light-Version.

Marco Spiess

Kino – «The Mandalorian and Grogu: Kopfgeldjäger Mando weiss Maschinen wie diesen AT-RT-Läufer schlau zu nutzen.
Kopfgeldjäger Mando weiss Maschinen wie diesen AT-RT-Läufer schlau zu nutzen. 2025 Lucasfilm Ltd

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Sieben Jahre ohne «Star Wars» im Kino? Das hätte niemand erwartet, denn seit die Walt Disney Company die Marke 2012 für 4 Mrd. US-Dollar von George Lucas gekauft hat, will sie damit Profit machen. In letzter Zeit passierte das aber ausschliesslich über den Streaming-Anbieter Disney+ mit Serien wie dem sensationellen «Andor» oder dem schnell wieder verges­senen «Buch von Boba Fett».
Die Kinofilme der Disney-Ära spalteten die Fans in zwei Lager, sodass man über die Bücher musste. Nach «Episode IX» (2019) beendete die Produzentin Kathleen Kennedy alle laufenden Projekte und suchte nach einer neuen Strategie. Die scheint noch weit entfernt, aber um die Fans daran zu erinnern, dass es «Star Wars» auf der grossen Leinwand noch gibt, steht endlich wieder ein Film an: «The Manda­lorian and Grogu».
Der war als vierte Staffel der Streaming-Serie «The Mandalorian» geplant, doch Showrunner Jon Favreau und Dave Filoni stampften das Material auf Spielfilmlänge ein. Geblieben ist der ­episodische Charakter der Serie.
Die Geschichte beginnt damit, dass der mandalorianische Kopfgeldjäger (Pedro Pascal) für die Neue Republik einen Kommandanten des gefallenen Imperiums fangen soll. Tipps für den Aufenthalt des Schurken gibt es von den Hutten-Zwillingen, die nach dem Tod von Jabba dessen kriminelles Imperium übernommen haben. Im Gegenzug erwarten sie, dass Mando ihren entführten Neffen rettet.
Als Mando, der natürlich wieder von dem knuddeligen Ziehsohn Grogu begleitet wird, auf diesen Neffen trifft, ändert er seine Pläne – und macht sich die Hutten-Zwillinge zu erbitterten Feinden.
Es fehlt der epische Anspruch, den die Skywalker-Saga hatte. Regisseur Jon Favreau bleibt lieber dem Kurs der «Mandalorian»-Serie treu: mit einem Abenteuer, das kurzweilig von einem Planeten zum nächsten springt, sich mal am Western orientiert, sich mal beim Gangster- oder Monsterfilm bedient.

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Alles andere als heimlicher Star des Ganzen ist Grogu. Der als Baby-Yoda bekannt gewordene Gnom erhöht nicht nur den Jöh-Faktor, er wirkt auch lebendiger als die computergenerierten Kreaturen, da er eine Puppe ist. Die Technik kam natürlich weit voran seit «Das Imperium schlägt zurück» (1980), in dem Ur-Yoda durch die Puppenkunst von Frank Oz zum Leben erweckt wurde. Aber der Charme ist geblieben.
Am meisten Spass hat man bei «The Mandalorian and Grogu», wenn man gar kein Epos erwartet, schliesslich war der Film mit einem Budget von 166 Millionen Dollar fast günstig im Vergleich zu «Episode IX». Keine Skywalkers, kein galaktischer Kampf zwischen Gut und Böse, kein Erklingen der Symphonie von John Williams. Dafür temporeiche Handlungs-Schonkost, überzeugende Action, der aufgepeppte Serien-Soundtrack des dreifachen Oscarpreisträgers Ludwig Göransson und ganz viele kuriose Kreaturen.

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Auf die neue grosse «Star Wars»-Saga müssen Fans zwar weiterhin warten. Mit «Mandalorian» und «Star Wars: Starfighter» mit Ryan Gosling, der nächstes Jahr ins Kino kommt, fahren wir sozusagen auf einem Nebengleis.
Aber da Disney allemal etwas zum Staunen offeriert, besteht für «Star Wars» keine Gefahr, dass daraus ein Abstellgleis wird

The Mandalorian and Grogu

Sci-Fi-Film
Mit Pedro Pascal, Sigourney Weaver
USA 2026, ab 20. Mai 2026

Der Trailer

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