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Kino – «The End of Oak Street»

Schau mal, was da herumläuft

Anne Hathaway und Ewan McGregor erleben in «The End of Oak Street», wie die Urzeit ihr Quartier kapert.

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Die Platts trauen ihren Augen nicht: Greg, Brian, Audrey und Denise.
Die Platts trauen ihren Augen nicht: Greg, Brian, Audrey und Denise. Warner Bros.

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Fans von David Robert Mitchell haben gelernt, sich in Geduld zu üben. Nachdem die Dramödie «The Myth of the American Sleepover» 2010 fast unbehelligt blieb, schlug 2014 «It Follows» voll ein. Vier Jahre nach der originellen Horror-Allegorie auf sexuell übertragbare Krankheiten schuf er das betörend traumwandlerische Hollywood-Mystery «Under the Silver Lake». Und dann: Funkstille. Acht Jahre lang.
Nun hat Mitchell mit «Lost»-Schöpfer J. J. Abrams zusammengespannt, dessen «Super 8» (2011) eine prima Ode an Steven Spielbergs Genrekino der 80er darstellt. Das passt, ist «The End of Oak Street» doch Mitchells Spielberg-Hommage, vor allem an «E. T.» – aber auch «Unheimliche Schattenlichter». Kein Wunder, spielt Mitchells vierter Streich anno 1982.
Die Familie Platt wohnt in einer beschaulichen Vorstadtsiedlung. Allerdings hängt der Haussegen aufgrund finanzieller Probleme schief. Greg (Ewan McGregor) jobbt als Pizzakurier, seine Frau Denise (Anne Hathaway) schreibt im Keller heimlich an einem Roman voller Sehnsucht nach Veränderung. Dass es kriselt, bleibt ihren beiden Kids Audrey (Maisy Stella) und Brian (Christian Convery) nicht verborgen. Natürlich haben die Platts auch einen Hund.
Jedenfalls werden ihre Alltagssorgen nebensächlich, als nach mysteriösen Nachtblitzen die Familie am nächsten Morgen feststellt, dass die Nachbarschaft aus der Zeit gefallen zu sein scheint: Das Quartier ist von längst ausgestorbenen Pflanzen überwuchert, Dinosaurier aller Art tummeln sich in den Gärten. Was ist passiert?
Ganz nach Spielberg’scher Tradition verwebt Mitchell Sci-Fi, Fantasy, Familiendrama und Abenteuer zum kurzweiligen und vergnüglichen Ganzen. Mit den Dinos erweist er auch Spielbergs 90er-Hit «Jurassic Park» die Reverenz. Doch «The End of Oak Street» hat Schwächen. So wirkt der Schauplatz seltsam artifiziell: keine typische US-Vorstadt von 1982, eher die leicht verzerrte Version aus einer allzu properen Parallelwelt. Ähnlich irritierend, dass praktisch niemand dem anderen zu helfen versucht.

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Schliesslich schöpft Mitchell trotz allen tollen schreitenden, fliegenden und sich schlängelnden Urviechern das Dino-Potenzial suboptimal aus. Ganz zu schweigen vom Finale, das hier natürlich nicht verraten wird.
Somit fällt Mitchells Ausflug ins Mainstream-Kino etwas enttäuschend aus. Seine Fans können dennoch zuversichtlich nach vorne schauen: Zurzeit dreht er «They Follow», die Fortsetzung zu seinem Horror-Hit von 2014. Das kann ja fast nicht schiefgehen, oder?

The End of Oak Street

Sci-Fi-Mystery
Mit Anne Hathaway, Ewan McGregor, Maisy Stella
USA 2026, ab 13. August 2026

Der Trailer

Über die Autoren

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