Kino – «The Death of Robin Hood»

Monster statt Held

Robin Hood hadert in «The Death of Robin Hood» mit seiner von Gewalt und Verbrechen geprägten Vergangenheit. Gibt es für ihn noch eine Chance auf Erlösung?

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Kino – «The Death Of Robin Hood»: Alt, müde und mürrisch: Hugh Jackman als Robin Hood.
Alt, müde und mürrisch: Hugh Jackman als Robin Hood. RMS

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War er ein Rebell mit sozialer Ader, der den Reichen nahm und den Armen gab? Oder doch eher ein Wegelagerer? Die Legende von Robin Hood ist mehrdeutig, doch etwa 30 Filme zementierten das Bild des aufrechten Bogenschützen, von Douglas Fairbanks bis zu Kevin Costners Held mit US-Akzent.
Einen düsteren Ansatz wählt nun Michael Sarnoski («A Quiet Place: Day One»). Robin Hood (Hugh Jackman) ist hier kein Held mehr, nur noch ein blutrünstiger Räuber. Er zieht mordend umher, ist alt, mürrisch und verbittert.
Nach einem blutigen Kampf wird Robin verletzt und kommt zur Pflege in ein Kloster auf einer abgelegenen Insel. Schwester Brigid (Jodie Comer) betreut ihn, weiss aber nicht, wer er ist. Robin sieht in der Stille eine Chance auf Vergebung für seine Taten, doch die Vergangenheit holt ihn ein.
Der Titel ist Programm: Robin müht sich mit zotteliger Mähne durch den Film. Es ist ein zäher Schwanengesang auf einen müden Helden, der keiner sein will, ähnlich dem Wolverine-Abgang in «Logan». Das ist mal was Neues, der Verzicht auf jegliche Abenteuer und Robin-Hood-Insignien (kein Wald, kein Sheriff) ist aber storymässig dünn und führt ins Leere. Dabei hätte die Arm-Reich-Schere durchaus aktuelle Brisanz. Immerhin: Hugh Jackman spielt den alternden Robin mit Charisma.

The Death of Robin Hood

Drama
Mit Hugh Jackman, Jodie Comer
USA 2026, ab 18. Juni 2026 im Kino

Der Trailer

Über die Autoren

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