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Kino – «The Invite»

Flotter Vierer

Mit der Komödie «The Invite» frischt Olivia Wilde eine Geschichte auf, die vielen Filmfans bekannt ist.

Marco Spiess

Angela, Joe, Pina und Hawk (v. l.) wird dieser turbulente Abend in
Erinnerung bleiben.
Angela, Joe, Pina und Hawk (v. l.) wird dieser turbulente Abend in
Erinnerung bleiben. Ascot Elite

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Das gab es schon: «The Invite» basiert auf demselben katalanischen Bühnenstück wie «Die Nachbarn von oben» (2023). Und dieser Schweizer Film mit Roeland Wiesnekker und Ursina Lardi ist nicht einmal die einzige Adaption. Es gibt weltweit bereits deren sechs, unter anderem aus Frankreich und Südkorea. Nun kommen mit «The Invite» auch die Amerikaner dazu. Und obwohl es das patriotische Herz etwas schmerzt: Es ist die bislang wohl beste Version.
Die Geschichte bleibt dieselbe: Der Musiklehrer Joe (Seth Rogen) kommt heim in seine Wohnung in San Francisco. Dort bricht er einen Streit mit Ehefrau Angela (Olivia Wilde) vom Zaun, denn sie hat die Nachbarn von oben zu Besuch eingeladen. Feuerwehrmann Hawk (Edward Norton) und Sextherapeutin Pina (Penélope Cruz) sind Joe längst ein Dorn im Auge, vor allem wegen ihres lautstarken Liebesspiels.
Nun stehen die beiden in der Wohnung, und während Angela versucht, das Beste daraus zu machen, nutzt Joe jede Chance, um seine üble Laune kundzutun. Es kommt natürlich zu noch mehr Streit. Doch der Abend nimmt auch eine pikante Wendung.
Das Drehbuch zu dieser Filmversion bringt nicht viel Neues in die bekannte Konstellation und hat dieselben Schwächen wie die Vorgänger – etwa eine bescheidene Weiterentwicklung der Figuren und ein aus dem Nichts herbeigeholter Schluss, in dem der Witz den Emotionen weicht.
Doch die Pluspunkte verstärkt «The Invite» auch massiv, und das ist Olivia Wilde zu verdanken. Die 42-jährige Schauspielerin stand zum dritten Mal – nach dem erfrischenden «Booksmart» (2019) und dem überambitionierten «Don’t Worry Darling» (2022) – auch hinter der Kamera, und inszeniert mit viel Esprit.

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Sie und ihr Team sorgen für eine sprunghafte Montage, und damit die Aufnahmen in der Wohnung nicht zu monoton wirken, nutzt Wilde verschiedene Kniffe. So setzt sie exzessiv auf Spiegel oder bringt Struktur in die Bildgestaltung mit Hilfe von Türrahmen, Fenstern und anderen markanten Linien.
Wilde ist aber auch vor der Kamera der grösste Trumpf: Ihr Gesicht des blanken Entsetzens – das oft zum Einsatz kommt – macht Freude und ihr humoristisches Timing ist selbst neben einem Vollblutkomiker wie Seth Rogen punktgenau. Neben Olivia Wilde verblassen die drei Kollegen neben ihr beinahe. Doch wie sich das Ensemble gegenseitig die Pointen zuspielt und einen Chaos-Abend heraufbeschwört, der wunderbar fremdschämen lässt: Das ist auch zum wiederholten Mal unterhaltsam.

The Invite

Komödie
Mit Seth Rogen, Penélope Cruz, Edward Norton, Olivia Wilde
USA 2026, ab 13. August 2026

Der Trailer

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