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Kino – «Heart of the Beast»

Loyal bis ans Ende der Welt

Brad Pitt kämpft sich im Abenteuerfilm «Heart of the Beast» durch Alaska – mit Hilfe seines treuen Hundes.

Marco Spiess

Immer an James’ (Brad Pitt) Seite: Schäferhund Odin, der mit ihm schon an der Front war.
Immer an James’ (Brad Pitt) Seite: Schäferhund Odin, der mit ihm schon an der Front war.Paramount Pictures

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Ein Mensch allein in der Wildnis – das war schon die Erfolgsformel einiger Filme. Und weil da beinahe jede Szene auf den Schultern desselben Schauspielers lastet, sind die jeweiligen Stars besonders gefordert. Etwa Robert Redford auf hoher See in «All Is Lost» (2013), James Franco in einer Felsspalte in «127 Hours» (2010) oder Tom Hanks mit Inselkoller in «Cast Away» (2000).
Nun darf Brad Pitt zeigen, was er draufhat – wenn auch nicht ganz solo. Einmal schaut J. K. Simmons als Naturbursche vorbei, damit wenigstens ein paar Dialoge die Hintergrundgeschichte etablieren können. Und dann ist da noch Odin.
Odin ist ein Deutscher Schäferhund, der gemeinsam mit James Belmont (Brad Pitt) bei den Special Forces der US Army war: Zusammen waren sie im Krieg, zusammen überlebten sie als Einzige ihrer Gruppe einen Einsatz. Nun leiden Herrchen und Hund an posttraumatischen Störungen und sind körperlich havariert.
James hat Probleme mit dem Herzen, Odin hat ein Titan-Gebiss und ein künstliches Bein. Weitab von der Zivilisation wollen sie nun in der Wildnis Alaskas Ruhe finden. Doch während James sein Wasserflugzeug durch einen Sturm lotst, erleidet er einen Herzinfarkt. Sie stürzen ab und kämpfen sich fortan durch den kalten Norden.
Viel ist nicht dran an dieser Geschichte, das liegt in der Natur der Sache. Selbst Brad Pitts Figur ist eher dünn gezeichnet mit Hilfe von ein paar Rückblenden. Schliesslich das ausgelutschte Klischee des Ex-Soldaten, das in zu vielen US-Filmen (z. B. jedem zweiten Jason-Statham-Vehikel) als Charakterisierungsersatz dient. Ein Mann war im Krieg und hat darunter zu leiden. Das macht ihn offenbar automatisch zum harten Kämpfer, desillusioniert, aber loyal.
«Heart of the Beast» holt aus dieser Ausgangslage aber das Beste heraus. Da sind etwa die Bilder von Oscarpreisträger Mauro Fiore («Avatar»), die Alaska als ein ebenso majestätisches wie karges und bedrohliches Stück Erde zeigen. Da ist aber auch die schnörkellose Inszenierung von David Ayer, der mit Brad Pitt bereits den Kriegsfilm «Herz aus Stahl» (2014) gedreht hat und hier den Film nicht unnötig in die Länge zieht.

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Letztendlich ist es Brad Pitt, der all das schultern muss. Vom abenteuerlichen Trek durch die Natur über die schweren Verletzungen, die James erleidet, bis zur bedingungslosen Freundschaft mit Odin. Der 62-Jährige erarbeitet sich das Pathos, das «Heart of the Beast» mit der Zeit auftürmt, und verdient damit die Gunst des Publikums.

Heart of the Beast

Abenteuerf ilm
Mit Brad Pitt, J. K. Simmons
USA 2026, ab 24. September 2026 im Kino

Der Trailer

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