Kino – «Plane»

Actionheld ohne Riesenbizeps

Eine Notlandung geht glimpflich aus. Doch da realisiert der Pilot, dass er in einem Kriegsgebiet aufgesetzt hat.

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Gerard Butler as Brodie Torrance and Mike Colter as Louis Gaspare in Plane. Photo Credit: Kenneth Rexach
Pilot Brodie (Gerard Butler) und Louis (Mike Colter) wehren sich gegen philippinische Rebellen. Kenneth Rexach/Lionsgate

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«Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacke!» Mit diesem Spruch beförderte Bruce Willis als John McClane die Bösen ins «Die Hard»-Jenseits. Es war die Geburt eines gewöhnlichen Actionhelden ohne Riesenbizeps, später kamen Keanu Reeves, Nicolas Cage und Liam Neeson hinzu.
Eine eigene Nische hat auch der Schotte Gerard Butler (53) gefunden, der als Leibwächter des US-Präsidenten in günstigen B-Actionfilmen wie «Olympus Has Fallen» und dem Sequel Terroristen ohne viel Tamtam abservierte. Ähnlich nonchalant-kernig mimt Butler in «Plane» den Piloten Brodie, der für eine Airline halbleere Flüge absolviert.
Unterwegs nach Tokio fällt die Bordelektronik aus, und Brodie muss auf einer philippinischen Insel notlanden. Die Überlebenden kämpfen nicht nur gegen den Dschungel, sondern auch gegen Rebellen: Diese wollen die Passagiere als Geiseln nehmen, haben die Rechnung aber ohne Brodie gemacht.
Die Bösewichte sind eindimensional haarig, das Skript von «Plane» so simpel wie der Titel, die 25-Mio.-Produktion (gedreht auf Puerto Rico) sparsam wie eine LED-Birne, doch der Film des Franzosen Jean-François Richet unterhält bestens.

Plane

Actionfilm
Mit Gerard Butler, Mike Colter
GB/USA2023, ab 23. Februar 2023 im Kino

Der Trailer

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Über die Autoren
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Antonio Gattoni
Antonio Gattoni ist Filmredaktor bei Tele und bereits seit 1993 im Journalismus tätig. Er schreibt mit Leidenschaft über alles, was mit Film zu tun hat, Kritiken, Porträts, Interviews, Hintergrundberichte etc. Zu seinen Abschlüssen zählt ein Studium in Psychologie an der Universität in Zürich mit einer Lizentiatsarbeit über Traum und Film und eine journalistische Weiterbildung an der Volkshochschule. Vor dem Tele war er bei der Filmzeitschrift Zoom und bei der NZZ als Filmkritiker tätig.

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