Kino – «In the Grey»

Die Drei für eine Milliarde

Jake Gyllenhaal und Henry Cavill necken sich wie ein altes Ehepaar als Elite-Agenten in Guy Ritchies «In the Grey».

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In The Grey
Ein Trio, das vor keiner Gefahr zurückschreckt: Bronco, Sophia und Sid (v. l.). Ascot Elite

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Er gehört zu den profiliertesten Regisseuren der letzten dreissig Jahre, auch wenn er 2000–2008 vor allem als Madonnas Ehemann bekannt war: Guy Ritchie. 17 Spielfilme gehen auf sein Konto, zahlreiche Musikvideos und Folgen von Serien wie «Young Sherlock», deren erste Staffel seit März auf Prime Video verfügbar ist.
Dabei hatten ihn viele früh abgeschrieben. Nach dem beachtlichen Erstling «Lock, Stock and Two Smoking Barrels» (der auf Deutsch den unsäglichen Titel «Bube, Dame, König grAs» erhielt) und dem ge­feierten «Snatch» war er der neue Stern am britischen Regie-Himmel – ehe die Schnulze «Swept Away» mit Madonna komplett abschiffte.
Erst nach der Scheidung fand Ritchie dank den spritzigen «Sherlock Holmes»-Filmen mit Robert Downey Jr. auf die Erfolgsspur zurück. Seitdem liefert er regel­mässig ab, jetzt mit «In the Grey».
Gangsterboss Salazar (Carlos Bardem) hat ein Darlehen von einer Milliarde Dollar unterschlagen, das die Bank-Verantwortliche (Rosamund Pike) zurückhaben will. Den ersten Unterhändler lässt Salazar abknallen. Nun soll’s die ver­schlagene Sophia (Eiza González) richten. Mit den genauso ausge­bufften Elite-Agenten Sid (Henry Cavill) und Bronco (Jake Gyllenhaal) und deren verdecktem Team macht sie sich daran, Salazar das Geld auf dessen Privatinsel abzuknöpfen. Nur: Der hat eine Privatarmee zur Verfügung.
Überflüssig zu erwähnen, dass hier lockere Sprüche zum guten Ton gehören, dass es ganz schön knallt und auch sonst abgeht, schliesslich ist es ein Guy-Ritchie-Film.
Einmal mehr zeigt Ritchie, dass er es wie kaum ein anderer versteht, ein richtig cooles Ensemble vor der Kamera zu versammeln. Besonders hübsch ist, wie entspannt er das Ganze inszeniert. So hat man das seit seinem Kalter-Krieg-Agentenspektakel «Codename U.N.C.L.E.» (2015) nicht mehr gesehen. Ja, «In the Grey» erweist sich tatsächlich als eine Art spirituelle Fortsetzung.

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Nicht nur, weil Henry Cavill elf Jahre danach wieder dabei ist. Beide Filme sind auch fast schon süffisant lässig und präsentieren ihre Eskapaden derart genussvoll, dass der Funke ganz einfach auf das Publikum überspringt.

In the Grey

Actionthriller
Mit Jake Gyllenhaal, Henry Cavill, Eiza González, Rosamund Pike
GB/USA 2026, ab 14. Mai 2026

Der Trailer

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