Kino – «Supergirl»

Die Cousine aus dem All

«Supergirl» spielt ihre galaktische Power aus, mit Hund und cooler Hänger-Attitüde.

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Kino – «Supergirl»: Supergirl (Milly Alcock) ist auch in der Metallverarbeitung tätig.
Supergirl (Milly Alcock) ist auch in der Metall­verarbeitung tätig. Warner Bros.

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Autos in die Luft stemmen oder per Laserblick Metall zersägen dank Superpower – das war mal ein reines Männerding. Sprich: ein Fall für Superman, geboren 1938 mit Action-Comic Nr. 1 aus dem Verlag DC Comics.
Erst mit Wonder Woman von Marvel und später mit Supergirl durften auch Frauen ihre Muskeln spielen lassen. Supergirl war beim Start 1959 aber eher eine Juniorpartnerin des S-Helden, bis sie ab 1996 ihre erste eigene Serie erhielt. 1984 gab es einen «Supergirl»-Film, der allerdings an den Kassen floppte. Nun gibt Warner dem weiblichen Superman-Pendant eine zweite Spielfilmchance.
Kara Zor-El (Milly Alcock) alias Supergirl stammt ursprünglich wie ihr Cousin Superman vom zerstörten Planeten Krypton. Während Superman auf der Erde dank seinen enormen Kräften den Beschützer spielt, tingelt Supergirl mit ihrem Raumschiff und ihrem hyperaktiven Hund Krypto von Planet zu Planet, macht Party und betrinkt sich.
Eines Tages trifft sie auf die junge Waise Ruthye (Eve Ridley), deren Eltern vom Space-Piraten Krem (Matthias Schoenaerts) getötet wurden, dem totalgepiercten Chef der Briganden. Ruthye will sich an Krem rächen und bittet Supergirl um Hilfe. Bald verfolgen die zwei den Schuft auf den Planeten Bilquis, wohin dieser junge Frauen entführt. Unterwegs treffen sie noch den irren Lobo (Jason Momoa), bevor es zum Showdown kommt.
«Supergirl» basiert auf der Comicreihe (2021) von Tom King und Bilquis Evely, mit Motiven des Rachewesterns «True Grit» (2010). Nach dem Relaunch von «Superman» (2025) ist es der zweite Film im neuen DC-Universe. Seit James Gunn zum Kreativ-Chef der DC-Studios gewählt wurde, hat der Regisseur der «Guardians of the Galaxy»-Reihe den Ton der DC-Filme umgekrempelt. Der düstere, selbstquälerische Stil ist einem spleenig-punkigen Groove gewichen, der an die Kaputt-Ästhetik von «Mad Max» erinnert.

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Wie der neue «Superman» quillt auch der Film von Craig Gillespie («Cruella») über von schrägen Figuren, vom Ghostrider-Verschnitt Lobo bis zu sehr seltsamen Aliens. Gelitten hat dafür die Rachestory, die gar eindimensional und flach daherkommt. Eine Doppelidentität, also eine Kluft zwischen Normal und Superpower, gibt es bei Supergirl nicht. Aussie Milly Alcock spielt sie als obercoole Hängerlady, was wenig Tiefe hergibt.
Und der nervige Hund ist zum Glück die meiste Zeit betäubt. Am aufregendsten sind noch die kurzen Szenen mit Superman selbst. Immerhin: Craig Gillespie hat den Film mit so vielen Augenschmaus-Details angereichert, dass es nicht langweilig wird.

Supergirl

Comicverf ilmung
Mit Milly Alcock, David Corenswet, Eve Ridley
USA 2026, ab 25. Juni 2026 im Kino

Der Trailer

Über die Autoren

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