Kino – «Minions & Monsters»

Cthulhu Banana !

«Minions & Monsters»: Im 3. Solo-Film erobern die Minions Hollywood und beschwören Ungeheuer.

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Kino – «Minions & Monsters»: Die Minions um James (M.) staunen wieder einmal Bauklötze.
Die Minions um James (M.) staunen wieder einmal Bauklötze. Photo credit: Illumination & Universal Pictures

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Vor 16 Jahren liess «Ich – Einfach unverbesserlich» weltweit die Kinokassen klingeln. Kein Wunder bei diesen Figuren: einerseits Gru, der schusselige Möchtegern-Bösewicht, andererseits die herzallerliebsten Waisenmädchen. Doch die – positiv wie negativ – grösste Resonanz hatten Grus kleine Helfer, die knallgelben Minions: irgendwas zwischen Ohrenstöpsel und tic tac, Kauderwelsch mit Esperanto-Flair sprechend.
Sie avancierten zu den eigentlichen Stars und feierten in den drei Fortsetzungen mehr Leinwandzeit. 2015 bekamen sie mit «Minions» einen eigenen Ableger, 2022 folgte «Minions: Auf der Suche nach dem Mini-Boss». Nun haben sie dank «Minions & Monsters» ihre eigene Trilogie.
Schon die Vorgänger spielten in der Vergangenheit, Teil 3 geht nun noch weiter zurück und präsentiert einen «neuen» Minions-Stamm: den um James und Henry. Ihre Minions suchen erfolglos einen «Big Boss». Mit einem Zyklopen verscherzen sie es sich, anderen Schurken werden sie gar zum Verhängnis.
1927 landen sie in Hollywood, wo sie der deutsche Regisseur Max (Stimme: Christoph Waltz in der deutschen und englischen Version) entdeckt und zu Stummfilmstars macht. Der Tonfilm setzt der Kinokarriere ein Ende. Während die anderen Minions wieder auf Chefsuche gehen, verfolgen James und Henry ihren Traum vom eigenen Spielfilm – mit Monstern! Mit Hilfe eines Zauberbuches rufen sie welche herbei für ihr Projekt. Doch bald entgleitet ihnen die Kontrolle.
Die Reihe lebte schon immer von Meta-Gags und populärkulturellen Verweisen. Wenn Ko-Regisseur, Ko-Autor und Minions-Sprecher Pierre Coffin den Lumière-Brüdern, George Méliès oder Charlie Chaplin die Reverenz erweist und George Lucas sich selber als Ausstellungsstück im Museum die Stimme leiht, wird schnell klar, dass es davon nur so strotzen wird.

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Die erste Hälfte entfaltet sich als Ode ans goldene Zeitalter Hollywoods mit einem Hauch von «Babylon» (2022), die zweite als Hommage an klassisches Genrekino, vor allem Horror und Sci-Fi wie «Blob – Schrecken ohne Namen» (1958).
Vielleicht am meisten huldigen Coffin & Co. Kultautor H. P. Lovecraft (1890–1937). Das Zauberbuch erinnert an sein «Necronomicon», der heraufbeschworene Goomi ist eine Babyversion des archaischen Über-Gottes Cthulhu, und zwei Monster heissen Howard und Phillips, tragen also seine Vornamen. Wer hätte gedacht, dass sich Lovecrafts finstere Schreckensvisionen derart kindgerecht und spassig aufbereiten lassen!

Minions & Monsters

Animationsf ilm
Stimmen: Pierre Coffin, Christoph Waltz
USA 2026, ab 1. Juli 2026 im Kino

Der Trailer

Über die Autoren

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