Kino – «Avatar: Fire and Ash»

Atemberaubend

«Avatar: Fire and Ash»: James Cameron führt die Na’vi-Saga fort – mit neuen Feinden und viel CGI-Power.

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AVATAR: FIRE AND ASH
Visuelle Pracht: Jakes Familie ist mit quallenähnlichen Fluggeräten unterwegs. 20th Century Studios

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Die Farbe Blau lässt James Cameron (71) nicht mehr los. Seit 16 Jahren ist der «Titanic»-Regisseur in die blauen Riesenaliens vernarrt. Nach «Avatar» (2009), mit Einnahmen von 2,92 Mrd. der erfolgreichste Film aller Zeiten, stürzte sich der Perfektionist in die Arbeit an einer Reihe von Sequels (vier insgesamt). Das erste «The Way of Water» (2022) spielte erneut 2,3 Mrd. ein.
Er wolle eine epische Story über das Na’vi-Volk erzählen, wie Peter Jackson mit seinen Hobbits. Nun folgt der dritte Teil, «Avatar: Fire and Ash». Und erneut bietet Cameron ein visuell wuchtiges Spektakel, das neue (technische) Massstäbe setzt.
Die Story ist etwas komplexer als jene von Teil 2, die den Kampf der Na’vi gegen die Menschen einfach vom Wald ans Meer verlagerte. Zu Beginn herrscht Trauer um den im letzten Teil getöteten Neteyam, den älteren Sohn von Jake (Sam Worthington). Vor allem den jüngeren Sohn Lo’ak plagen Schuldgefühle. Als bei Adoptivsohn Spider Probleme mit der Atemmaske auftreten, wollen Jake und die Familie ihn zu den Menschen bringen.
Unterwegs geraten sie in einen Hinterhalt des Aschestamms, an­geführt von der wirbligen Varang (Oona Chaplin). Doch ausgerechnet Quaritch (Stephen Lang), Jakes zum Na’vi gewordener Erzfeind, hilft ihnen aus der Patsche. Quaritch weiss nämlich, dass Spider inzwischen ohne Maske atmen kann. Da diese Fähigkeit die Eroberung von Pandora durch die Menschen massiv erleichtern würde, will Quaritch den Jungen analysieren lassen. Jake und Co. müssen das unbedingt verhindern.
Kann Cameron die Spannung seiner Na’vi-Saga halten und sogar steigern? Nun, die Grundbedrohung bleibt die gleiche, doch Teil 3 bringt neue Feinde ins Spiel und gibt Spider eine wichtigere Rolle. Frischer Wind kommt vor allem vom Aschestamm, der statt Mutter Erde dem Feuer huldigt. Leaderin Varong wird als fanatische Gegnerin von Jake etabliert, besonders eindrücklich in einer Szene, in der Quaritch dem Stamm moderne Waffen bringt und Varong der Feuerkraft verfällt.

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Cameron hat die Qualität der CGI-Shots und des 3D noch verfeinert. Die Detailvielfalt, mit der sein Weta-Team aus Neuseeland die ­oszillierende Pandorawelt animiert hat, ist schlicht atemberaubend. Trotz all der CGI-Pracht und der Actiondominanz vergisst Cameron die Emotionen nicht. Er spitzt die Konflikte zu – etwa zwischen Jake und seinem Sohn – und streut Erholungspausen ein. So wird «Avatar 3» zum Kino-Totalerlebnis.
Falls das Publikum nicht Na’vi-müde ist und der Film ein Hit wird, will Cameron 2029 mit Teil 4 und 2031 mit Teil 5 nachlegen. Eine unendliche Geschichte!

Avatar: Fire and Ash

Sci-Fi-Action
Mit Sam Worthington, Zoe Saldana, Oona Chaplin; Regie: James Cameron
USA 2025, ab 17. Dezember 2025 im Kino

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Der Trailer

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