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ttt - titel thesen temperamente

Magazin, DEU 2018

ttt - titel thesen temperamente

12.2.2018, 03:45 - 04:15 Uhr

  • Sender: Das Erste
  • Originaltitel: ttt - titel thesen temperamente
  • Länge: 30 Min


Ein Jahr ohne Freiheit - Neue Texte von Deniz Yücel: Am 14. Februar ist es ein Jahr her, dass Deniz Yücel in Istanbul von der Polizei in Gewahrsam genommen wurde. Ende Februar 2017 kam er in Untersuchungshaft, seitdem sitzt er im Gefängnis. Ihm werden "Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung" vorgeworfen. Doch tatsächlich geht es wohl darum, den deutsch-türkischen Journalisten mundtot zu machen. Damit zumindest das nicht gelingt, veröffentlicht die Journalistin Doris Akrap jetzt gemeinsam mit Yücel ein Buch mit alten und neuen Texten von ihm: "Wir sind ja nicht zum Spass hier" (Nautilus Flugschrift). Und zum Jahrestag ist eine grosse Solidaritätslesung in Berlin geplant. Es geht um Deniz Yücel und gleichzeitig auch um die vielen, vielen anderen Journalisten und Intellektuellen, die in der Türkei inhaftiert sind. Auf der Rangliste der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" ist die Türkei auf Platz 155 von 180 Ländern. "ttt" spricht mit Doris Akrap, die lange mit Yücel zusammengearbeitet hat, und mit Ilkay Yücel, der Schwester des Journalisten. --- Kampf den Umweltlügen - Film und Buch "Die Grüne Lüge": Die Umwelt lässt sich so leicht retten, man muss nur die richtigen Produkte kaufen - das suggerieren einige Konzerne. Sie preisen ihre Produkte als "nachhaltig", "fair", "natürlich" oder "umweltschonend" an und geben sich selbst ein "grünes" Image. "Greenwashing" nennt man das. Regisseur Werner Boote und Autorin Kathrin Hartmann decken jetzt in einem Film und in einem Buch solche Umweltlügen auf. Aber es geht nicht nur gegen die Unternehmer, auch die Politik ist mitverantwortlich: Statt strenge Vorgaben zu machen, verlässt sie sich auf freiwillige Versprechungen, die nicht einklagbar sind. Der Film "Die grüne Lüge" läuft auf der Berlinale und kommt am 22. März in die Kinos, das Buch erscheint demnächst. "ttt" spricht mit Kathrin Hartmann über ihre Recherchen. --- Hollywoods Antwort auf Trump - Meryl Streep und Tom Hanks im Film "Die Verlegerin": Es geht um die Freiheit der Presse, um die Gleichberechtigung der Frauen und um die Unabhängigkeit der Justiz. Der Spielfilm "Die Verlegerin" behandelt grosse Themen der heutigen USA, man kann ihn als Hollywoods Kommentar zu Trump und "Fake News" sehen. Dabei ist die Geschichte, die der Film erzählt, über 45 Jahre alt: 1971 gibt ein Whistleblower eine geheime Studie des Verteidigungsministeriums an die Presse, die sogenannten "Pentagon-Papers". Sie belegen, dass die Strategie der US-Regierung im Vietnam-Krieg gescheitert ist und die Bevölkerung darüber belogen wird. Verlegerin Katherine Graham, im Film gespielt von der wunderbaren Meryl Streep, muss entscheiden, ob ihre "Washington Post" Teile der Papiere veröffentlicht. Obwohl sie befürchten muss, wegen Geheimnisverrat vor Gericht zu landen. "Die Verlegerin" kommt am 22. Februar in die Kinos. "ttt" spricht mit Regisseur Steven Spielberg und den Hauptdarstellern Meryl Streep und Tom Hanks über die "Pentagon Papers" und das hohe Gut der Pressefreiheit. --- Wie weiblich war die Revolte? - 68 und die Frauen: 50 Jahre nach der Revolte hat sich ein falsches Bild in den Köpfen festgesetzt, so die Historikerin Christina von Hodenberg: die Legendenbildung erzählt 1968 als Aufstand von Männern wie Rudi Dutschke, Fritz Teufel, Rainer Langhans oder Daniel Cohn-Bendit. Als Kritik der Söhne an den Nazi-Vätern. Und die Frauen? Sie fehlen in unserem Bild von 1968. Weil die Aktivistinnen nicht so sehr das Scheinwerferlicht suchten? Weil sich die weibliche Revolte hauptsächlich im Privaten vollzog? In ihrem Buch "Das andere Achtundsechzig" füllt Christina von Hodenberg diese Leerstelle, erinnert an vergessene Aktivistinnen und zeigt: 1968 war weiblich. --- Mehr als der Mann am Klavier - Studiobesuch bei Nils Frahm: Er ist viel mehr als der Mann am Klavier!


Crew

  • presentation: Max Moor
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