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Kulturplatz

Es geht um die Wurst!

Magazin, CHE 2018

Kulturplatz

04.1.2018, 06:05 - 06:30 Uhr

  • Sender: SRF 1
  • Originaltitel: Kulturplatz
  • Länge: 25 Min


Die Wurst der Zukunft: Sie ist eines der ersten Lebensmittel, die der Mensch erfunden hat und gleichzeitig eines mit enormem Zukunftspotenzial - die Wurst. Die Produktdesignerin Carolien Niebling hat sie drei Jahre lang erforscht, an neuen Wurstvarianten herumgetüftelt und jetzt ein Buch geschrieben. Darin stellt sie Innovationen wie Fruchtsalami, Insekten-Pâté oder Gemüsemortadella vor. Eine Antwort auf die Ernährungskrisen der Welt? Moderatorin Nina Mavis Brunner im Gespräch mit Carolien Niebling - beim genussvollen Degustieren von "Wursträdli". Vom "Sit-in" zum "Eat-in" - wird Essen zur neuen Politbewegung?: Früher kämpften junge Menschen gegen Atommüll, heute gegen Foodwaste. Essen scheint bei Jungen eine neue Art der politischen Bewusstseinsbildung auszulösen. Deswegen wohl sind Organisationen wie Slow Food Youth zumindest bei jungen, hippen und urbanen Menschen so attraktiv. An langen Tafelrunden werden gesunde Gerichte degustiert und bewusstseinsbildende Projekte lanciert. So geht Hedonismus in Aktivismus über. Doch erreichen die Foodaktivisten auch die breite Masse? "Kulturplatz" hat mitgetafelt und bat darüber hinaus den Ernährungsexperten und Philosophen Harald Lemke um eine Einschätzung. Eine Guerilla-Tomate im Kampf gegen die Multis: Die leuchtend gelbe Cocktailtomate Sunviva ist eine Weltneuheit, denn sie gehört allen. Jede und jeder darf das Saatgut nutzen, vermehren und mit ihm weiterzüchten. Niemand darf sie patentieren lassen, wie es heute die Agrarkonzerne mit Saatgut tun, wodurch sie den weltweiten Saatgutmarkt in ihrer Hand haben. Sunviva, die "Open-Source-Tomate" ist die Antwort von findigen Forschern auf das Monopol der Multis - und der Versuch, die Sortenvielfalt und damit das Überleben der Menschheit in Zeiten des Klimawandels zu sichern. Wie der Maggiwürfel die afrikanische Küche eroberte: Der gelbrote Bouillonwürfel, Inbegriff moderner Esskultur, hat weltweit eine beispiellose Erfolgsgeschichte hinter sich. In Westafrika gehört er heute in jede Küche und ist zur kulinarischen Heimat geworden. Selbst in der Schweiz lebende afrikanische Migranten importieren "ihren" Maggiwürfel aus den Heimatländern. Die Kritik, der Würfel verdränge Esstraditionen oder befördere durch übermässigen Genuss Zivilisationskrankheiten, tut seiner Beliebtheit keinen Abbruch. "Kulturplatz" will wissen, wie der Bouillonwürfel zum Globalisierungsphänomen wurde - und was er alles "angerichtet" hat.


Crew

  • presentation: Nina Mavis Brunner
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